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Region Oberschwaben
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Narrenverein Hasenweiler e.V.
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Narrenruf:
Ha weil halt - ha so halt |
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Legenden
und Histörchen
Anfangs des 14. Jahrhunderts
war ein Hans von Gremlich Herr über Hasenweiler. Ein grausamer Herr, der kaum
eine Gelegenheit ausließ seine Untertanen zu schikanieren. So jagte er zum Beispiel
auch oft mitten durch die Herden der Hirten und trieb deren Vieh auseinander.
Nach seinem Tod übernahm sein Sohn die Herrschaft - und der war, was das Schikanieren
anbelangt keinen Deut besser als sein Vater. Eines abends hatten die Hirten
aus der Gegend gerade Feuer gemacht und sich zum Vesper zusammengesetzt, da
erschien ihnen der verstorbene Hans von Gremlich. Er saß auf einem feurigen
Sessel und neben ihm stand ein weiterer, leerer und ebenfalls feuriger Sessel.
Der sei, so sagte er den erschrockenen Hirten unter Wehklagen, für seinen Sohn
bestimmt, falls dieser nicht für seinen Vater Wiedergutmachung leiste. |
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Anscheinend hatte diese Mahnung keinen Wert. In der selben Erzählung
ist von einem weißen Füllen die Rede, das der Geist eines dieser bösen Herren
gewesen sein soll. Das weiße Füllen trieb sein Unwesen im Görtholz, einem
Wald bei Hasenweiler. Es ärgerte und erschreckte die Leute derart, daß sie
oft bald danach starben. Oftmals sprang es einem Reiter hinten aufs Pferd
und ritt mit ihm bis hinunter an die Rotach, wo es dann wieder im Wald verschwand.
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Häser und Masken
Hauptfigur ist der ,,Görtholzer Waldschratt", der den Geist des toten
Gremlich darstellt. Das historische Häs mit grüner Hose, beige-braunem Hemd
und einer dunkelbraunen Lederweste stellt den Adel dar. Es wurden natürliche
Farben ausgewählt, da der Geist ja im Wald sein Unwesen getrieben haben soll.
Auch die Maske mit ihrer Ast-Nase und den tiefen Furchen erinnert an eine
Waldfigur. Abgerundet wird das Häs und die Maske mit einem tannengrünen Hut.
Um die Sage zu vervollständigen wurden drei weitere Häser entworfen, die an
der Fasnet 1998 ihren ersten Auftritt hatten. Das Volk wird mit Hirten und
Mägden dargestellt. Der Hirte mit seinen grimmigen Gesichtsausdruck
soll die erschrockene Magd beschützen. Als Prachtstück kam eine Einzelfigur
dazu: das weiße Rössle vom Görtholz mit seiner Feuermähne.
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Der Narrenverein Hasenweiler
e.V.
Er wurde 1993 ins Leben gerufen. Seine Aktivitäten beschränken sich nicht
nur auf die fünfte Jahreszeit. Die Mitglieder treffen sich das ganze Jahr
über bei monatlichen Stammtischen und nehmen an Veranstaltungen anderer Zünfte
und Vereine teil. Der Narrenruf ,,Ha weil halt - Ha so halt" wurde von der
alten Ortsbezeichnung "Hasowilare" und dem heutigen Namen "Hasenweiler" abgeleitet.
Die Hasenweiler Hausfasnet
Eröffnet wird die Fasnet in Hasenweiler am Freitag nach ,,Dreikönig" mit einer
Narrenmesse in der Wallfahrtskirche, die vom Narrenverein mitgestaltet wird.
Diese Narrenmesse ist für den Ort ein Höhepunkt. Anschließend wird auf dem
Dorfplatz der ,,Schratten-Tanz" vorgeführt und der Narrenbaum gesetzt, bevor
das närrische Treiben in den Hasenweiler Gaststätten beginnt. Am ,,Bromiga
Freitag" werden die Schüler befreit und das Rathaus gestürmt. Am Abend findet
in Horgenzell der Bürgerball statt, der gemeinsam mit den beiden anderen Zünften
der Gemeinde ausgerichtet wird. Alle 2 Jahre veranstaltet der NVH (Narrenverein
Hasenweiler e.V.) einen Narrensprung in Hasenweiler. Am Fasnetsdienstag wird
der Narrenbaum gefällt und die Fasnet auf dem Dorfplatz in Hasenweiler verbrannt.
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Von oben:
Görtholzer
Wadschratt
Der Hirte
Die erschrockene Magd
Das Rössle vom Görtholz
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